Bei meinen Bürgerbesuchen sind viele Fragen an mich gerichtet worden.
  
Die wichtigsten Fragen und meine persönlichen Positionen habe ich nachfolgend zusammengefasst.

Frage 1:

Was macht Sie stark, was macht Sie schwach?
 
Meine Stärke ist mein Ehrgeiz. Wenn ich eine Sache einmal angefangen habe, will ich sie auch zügig und erfolgreich zum Abschluss bringen. Meine Schwäche ist meine Ungeduld, denn gewisse Dinge brauchen einfach ein wenig Zeit.
 

Frage 2:

Was verbinden Sie inhaltlich mit der Funktion „Bürgermeister“ zu sein; gibt es für Sie ein politisches Ideal?
 
Aufgabe des Bürgermeisters ist es, neben der Ausübung der Verwaltungsleitung insbesondere für die Menschen vor Ort da zu sein. Denn auf die kommt es in einer Kommune an.
Ein einzelnes Vorbild habe ich nicht; positive Ideen und Anregungen erhält man von Menschen und Politikern aller Couleur.
 

Frage 3:

Bedburg hat keinen Beigeordneten. Möchten Sie das ändern und welchen Einfluss hätte dies auf Ihre Arbeit?
 

Beigeordnete unterstützen den Bürgermeister in der Verwaltungsarbeit und insbesondere der Verwaltungsführung. Bedburg ist die einzige Kommune im Rhein-Erft-Kreis, aber auch weiter darüber hinaus, wo der Bürgermeister nicht von mindestens einem Beigeordneten unterstützt wird. Ich habe diese Arbeit jetzt über 5 Jahre alleine geleistet. Ein Beigeordneter würde mir sicher die Möglichkeit geben, mehr Verwaltungsarbeit zu delegieren und mich stärker den Bürgern, den Vereinen und Institutionen der Stadt widmen zu können. Die Entscheidung darüber trifft allerdings alleine der Stadtrat mit einer Mehrheitsentscheidung.
 

Frage 4:

Bedburg hat mit Sany ein großes Unternehmen angesiedelt, zudem ein hochmodernes Schulzentrum und bald ein neues Bad. Wo sehen Sie noch Entwicklungspotenzial in den nächsten Jahren?
 
Das Entwicklungspotential haben die städtebaulichen Rahmenpläne Kaster und Bedburg eindrucksvoll aufgezeigt. Bahnhofsneugestaltung in Bedburg und eine zweiter Bahnhaltepunkt im Bereich des Industriegebietes Mühlenerft in der Nähe von Kaster sind weitere Stichworte. Handlungsnotwendigkeit hat darüber hinaus der Demografiebericht der Stadtverwaltung aufgezeigt. Hier gilt es behutsam und gleichzeitig zielstrebig gemeinsam die notwendigen Weichen zu stellen und erste Umsetzungsschritte zu realisieren, damit Bedburg seinen Aufschwung insgesamt fortsetzen kann. Aber man kann niemanden zwingen mitzumachen.
  

Frage 5:

Der Mittelstand ist Deutschlands größter Arbeitgeber. Dazu zählen viele Unternehmen, die bis zu 5 Mitarbeiter beschäftigen. Wie sähe Ihre kommunale Mittelstandsinitiative aus; was könnten Sie als Bürgermeisterin/Bürgermeister unternehmen?
 
Bedburg unternimmt bereits eine Vielzahl von Anstrengungen, die den Mittelstand fördern sollen. Unter anderem zu nennen ist hier das Gründerzentrum in Bedburg, das mit äußerst günstigen Mietkonditionen schon einigen Unternehmensgründern beim Start in die Selbständigkeit geholfen hat. Darüber hinaus wird durch die Erarbeitung der Rahmenpläne für die Stadtzentren in Bedburg und Kaster eine Attraktivitätssteigerung dieser Bereiche, die Gewährleistung einer hohen Aufenthaltsqualität und somit eine nachhaltige Stärkung des dortigen Einzelhandels angestrebt. Hierzu beitragen soll auch das in Auftrag gegebene Einzelhandelskonzept, das u.a. der Schaffung einer ausgewogenen Versorgungsstruktur dienen soll. Hinzu kommt die bedarfsgerechte Ausweisung entsprechender Industrie- und Gewerbeflächen sowie ganz aktuell die flächendeckende Förderung der DSL-Breitbandversorgung vor Ort.
 

Frage 6:

In welchem Bereich – etwa in der Kultur, bei den Sportstätten, bei den Vereinen – ist in der Vergangenheit zu wenig getan worden und wo wollen Sie mehr tun?
 
Ich denke, wir haben viel getan.

Die Kulturarbeit ist sehr gut aufgestellt.

Die Sportvereine finden zunehmend wirklich gute Rahmenbebingungen. Denken Sie an den TV Bedburg in der sanierten und modernisierten Dreifachhalle, an die Fussballvereine speziell in Kaster und Kirchherten mit in Kooperation und viel Engagement geschaffenen Vereinsheimen, demnächst mit ersten Kunstrasenplätzen, oder der DLRG mit bald optimalen Rahmenbedingungen im neuen Sportbad.

Die Vereinsarbeit ist in der Stadt schon traditionell hervorragend aufgestellt und konnte in Teilbereichen noch ausgebaut werden. Denken Sie nur an die Bedburger Konzertgesellschaft oder die Bedburger Tafel. Da ist mir kein großer Nachholbedarf bekannt.
 

Frage 7:

Viele junge Familien brauchen zwei Einkommen zur Sicherung ihrer Existenz. Sind Kinder da, benötigen diese ein funktionierendes Netzwerk jenseits von Oma & Co. Was kann an ihrem Standort verbessert werden?
  
Zunächst einmal sollte es das Ziel der Bundesregierung sein, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass zur Sicherung einer Familie nicht zwingend mehrere Einkommen notwendig sind. Darüber hinaus ist es wichtig, Arbeitsmodelle zu entwickeln, die z.B. noch flexiblere Arbeitszeiten, eine Betreuung der Kinder am Arbeitsplatz sowie die Einrichtung von Heimarbeitsplätzen ermöglichen. In Bedburg haben wir uns vorgenommen, die Anzahl der Betreuungsplätze weiter auszubauen und die Familien bei Wahrnehmung dieser Angebote möglichst wenig finanziell zu belasten. Zudem ist es unser Ziel, auch die Angebote im Bereich der offenen Jugendarbeit im Anschluss an die Schule und insbesondere während der Ferienzeiten – diese können nicht durch den Jahresurlaub der Eltern abgedeckt werden – weiter auszubauen. Hier ist allerdings festzuhalten, dass bereits eine hervorragende Zusammenarbeit mit den Jugendzentren und sonstigen Organisationen besteht. Die Absicht, die Anzahl der Betreuungsplätze auszubauen, besteht ebenfalls für Kinder unter drei Jahren. Auch ein sog. Notfallbetreuerpool für die qualifizierte Betreuung kleiner Kinder soll geschaffen werden.
 

Frage 8:

Ausbleibende Bildung diskriminiert und grenzt aus. Davon sind im großen Maße sozial schwache Familien bzw. Familien von Ausländern betroffen. Gleichzeitig steigt die Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen an. Was würden Sie dagegen tun?
 
Da die ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Stadt Bedburg ein selbstverständlicher Teil der Bevölkerung sind und nur wenige Integrationsschwierigkeiten bestehen, spielt auch das Thema Gewalt in Bedburg insgesamt eine nur sehr untergeordnete Rolle. Nichts desto trotz sollte z.B. der Schulalltag so gestaltet werden, dass möglichst alle Schülerinnen und Schüler einen Abschluss erhalten. In der Hauptschule gibt es zudem bereits ein sog. Berufsorientierungsbüro; zusätzlich sollten Kooperationsverträge mit Gewerbetreibenden und dem Handwerk angestrebt werden. Auch Präventionsprogramme zu den Themen Sucht und Gewalt werden in Zusammenarbeit mit der Polizei durchgeführt. Ziel ist insgesamt, Kindern und Jugendlichen durch eine frühzeitige Förderung die richtigen Wege aufzuzeigen.
 

Frage 9:

2009 soll zum Krisenjahr werden. Wird dies kommunale Auswirkungen haben und was hilft uns Ihrer Ansicht nach?
  
Die Stadt Bedburg konnte die finanziellen Rahmenbedingungen zuletzt soweit verbessern, dass uns die Krise voraussichtlich nicht so hart treffen wird, wie andernorts. Helfen wird Bedburg u.a. die Ansiedlung von Sany sowie der Bau eines Sport-/Wellnessbades, was weitere Gewerbesteuern einbringen wird.
 

Frage 10:

Jugendliche brauchen Treffpunkte.
Wie zufrieden sind Sie mit dem Erreichten in Ihrer Gemeinde und wo sollte die Reise hingehen?

 
Wir haben in der Stadt Bedburg sechs Jugendzentren, die den Jugendlichen vor Ort viele Freizeitbeschäftigungen bieten. Etwa 200 Stunden sind die Jugendzentren pro Woche geöffnet. Darüber hinaus wurde vor Jahren die sogenannte mobile Jugendarbeit sowie die Schulsozialarbeit ins Leben gerufen. Durch die mobile Jugendarbeit werden auch solche Jugendliche erreicht, die sich nicht unbedingt in den festen Einrichtungen aufhalten. Der Stellenanteil bei der Schulsozialarbeit wurde zu Beginn des Jahres auf eine Vollzeitstelle erhöht.
  
Es lässt sich also feststellen, dass wir bezogen auf das Angebot für Jugendliche in Bedburg recht gut aufgestellt sind. Sich mit dem Erreichten zufrieden geben darf man aber nicht. Ziel muss sein, das Ohr immer nah an den Jugendlichen zu haben, um auf ihre sich immer wieder ändernden Bedürfnisse eingehen zu können.
 

Frage 11:

Senioren brauchen eine bedarfsgerechte Umgebung.
Was würden Sie als konkretes Projekt zuerst anpacken?

  
Der demographische Wandel, sich ändernde Familienstrukturen und die Heterogenität der individuellen Lebenslagen älterer Menschen erfordern neue gesellschaftliche Antworten und insbesondere neue Wohn-, Pflege- und Betreuungsformen für ein würdevolles Altern. Es entspricht dem überwiegenden Wunsch älterer Menschen, ihr Leben auch im Fall von Hilfebedürftigkeit möglichst unabhängig, selbständig und selbstbestimmt in der vertrauten Umgebung „zu Hause“ verbringen zu dürfen. Ambulante Wohn-, Pflege- und Betreuungsformen können dieses Ziel verwirklichen helfen.
  
Aufgrund der prognostizierten steigenden Zahl von Pflegebedürftigen in den nächsten Jahrzehnten ist es daher notwendig, diese ambulanten Möglichkeiten auszubauen. Auch wenn der Ansatzpunkt klar definiert ist, ist es zum jetzigen Zeitpunkt aber noch zu früh, konkrete Projekte zu benennen. In der Stadt Bedburg sollen vielmehr kurzfristig die Fachausschüsse in die Diskussionen einsteigen. Der Ende 2008 vorgestellte Demographiebericht der Stadt Bedburg dient hier als Grundlagenpapier.
  

Frage 12

Bei wem in der Stadt soll noch gespart werden, sollte dies künftig wieder notwendig werden?
 
Bei einem jährlichen Haushaltsvolumen von ca. 45 Mio € sind ca. 43 Mio € jährlich aufgrund gesetzlicher Vorgaben kaum beeinflussbar. Lediglich die letzten 2 Mio € sind durch Entscheidungen des Stadtrates beeinflussbar. Bedburg hat deshalb kein Ausgabeproblem, sondern ein Einnahmeproblem. Da möchte ich nicht mehr kürzen. Deshalb ist es aber auch so wichtig, die Rahmenpläne Kaster und Bedburg nicht auf die lange Bank zu schieben. Nur über eine noch größere Attraktivität der Stadt können wir die wichtigsten Einnahmepositionen insbesondere im Bereich der Einkommenssteuer, Umsatzsteuer und Gewerbesteuer erhöhen. Das passiert nicht von alleine.
 

Frage 13:

Die politische Entscheidungsfindung ist nicht immer leicht. Die Frage nach dem künftigen Rathaus soll durch die Bürger beantwortet werden. Möchten Sie künftig häufiger auf solche Bürgerentscheide zurückgreifen?
 
Im Normalfall soll der Stadtrat die Entscheidungen treffen – denn dafür werden die Mitglieder des Stadtrates ja schließlich am 30. August neu gewählt.

In Ausnahmefällen bei Fragestellungen, die alle MitbürgerInnen der Stadt interessieren und Sie auch alle gleichermaßen betreffen, ist allerdings ein Ratsbürgerentscheid die richtige Alternative – wie bei der Rathausfrage.
 

Frage 14:

In Neuss aber auch in Mönchengladbach werden große Einkaufscenter der ECE Gruppe realisiert. Gleichzeitig verschwinden immer mehr „Frequenzbringer“ aus den Innenstädten. Wie kann man das Abwandern von Kaufkraft verhindern?
 
Wichtig ist in diesem Zusammenhang, die Attraktivität der Innenstädte weiter zu steigern. Darunter fällt unter anderem, die Erreichbarkeit der Geschäfte zu verbessern oder zu erhalten, die Öffnungszeiten zu vereinheitlichen, in ausreichender Anzahl kostenlose Parkplätze anzubieten und das Einkaufserlebnis durch die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrsraumes zu erhöhen.
 
Zudem sollte die Außengastronomie in der Innenstadt gestärkt und der großflächige Einzelhandel in alle Maßnahmen integriert werden. Bedburg ist hier bereits auf einem guten Weg. Weitere und neue Impulse für die Zukunft sollen insbesondere von den Ideen ausgehen, die aus den Wettbewerben zu den Rahmenplänen für die beiden Stadtzentren in Bedburg und Kaster hervorgegangen sind. Unsere Aufgabe ist es nun, diese Anregungen in den nächsten Jahren nach und nach umzusetzen.
 

Frage 15:

Auf der einen Seite BOA, Tagebau, Braunkohleverstromung; Arbeitsplätze.
Auf der anderen Seite Naturschutz, CO2-Emmissionen, Vernichtung jahrhundertealter Ortsstrukturen; Umsiedlung. - Wie stehen Sie dazu?

 
Auch wenn durch den Abbau der hiesigen Braunkohlevorräte im vergangenen Jahrhundert etwa 7.000 Menschen von der Umsiedlung betroffen waren und ihre Heimat verlagern mussten, so hat dies die Region und somit auch die Stadt Bedburg wirtschaftlich sehr weit nach vorne gebracht. Viele Arbeitsplätze sind dadurch direkt bei den bergbautreibenden Firmen, aber auch in anderen gewerblichen Bereichen entstanden. Davon profitieren die Menschen in der Region bis heute. Darüber hinaus ist es den betroffenen Umsiedlern trotz des Verlustes der Heimat in bemerkenswerter Weise gelungen, auch in den neuen Ortschaften ein funktionierendes Vereinswesen zu installieren.

Genauso wichtig ist aber auch die Tatsache, dass es Umweltverbände und private Initiativen gibt, die sich für unsere Belange und die Belange der künftigen Generationen einsetzen. Zum einen muss auf einen maßvollen Umgang mit unseren Ressourcen geachtet werden. Zum anderen ist unter dem Stichwort ‚Nachhaltigkeit’ ein möglichst großer Einklang zwischen Mensch und Natur anzustreben. Es handelt sich um die klassische Interessenabwägung, die sorgfältig durchzuführen ist. Da gibt es nicht nur schwarz oder weiß. Jede Entscheidung hat vielfältige Konsequenzen, an die oftmals nicht gedacht wird, weil zu oft nur das Offensichtliche beurteilt wird.
 

Frage 16

Ob durch das Rauchergesetz, stärkere Auflagen oder eingeschränkte Konzessionsvergaben: Viele Kneipen sterben; Begegnungs- und Kulturräume damit auch. Wie stehen Sie dazu und was würden Sie in die Tat umsetzen?
 
Im Stadtgebiet Bedburg sind den Gastwirten keine strengeren Auflagen aufgebürdet worden, so dass auch eingeschränkte Konzessionsvergaben nicht zu verzeichnen sind. Faktisch gibt es in Bedburg auch kein Kneipensterben. Die durch das Nichtraucherschutzgesetz aufgetretenen Probleme wurden hier seitens der Gastwirte durch vielfältige innovative Maßnahmen bewältigt.
 
Ich möchte zudem darauf hinweisen, dass der Stadt Bedburg sehr am Fortbestehen möglichst vieler Kneipen gelegen ist. So hat sie eben aufgrund der herausgehobenen Bedeutung der Kneipen als Kultur- und Begegnungsstätten bereits vor Jahren die Öffnungszeiten für die Außengastronomie verlängert. Und auch darüber hinaus steht die Stadt Bedburg den Wünschen und Anregungen der Gastronomie im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten grundsätzlich stets positiv gegenüber. Den hiesigen Gastwirten sollte um die Zukunft also nicht Angst und Bange sein.
 

Frage 17:

Ab 16 Jahren darf gewählt werden.
Was glauben Sie, wo den Jungwählern der Schuh drückt?

 
Ich denke, dass für die Jungwähler insbesondere interessant sein wird, welche Sport- und Freizeitmöglichkeiten die Kommune bietet, in der sie leben, welche Schulformen vor Ort angeboten werden und ob es eine ausreichende Anzahl von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen in der Stadt beziehungsweise der Region gibt.
 
Ich glaube allerdings auch, dass sich die junge Generation nicht so sehr von der gegenwärtigen Krisensituation vereinnahmen lässt, sondern dass sie die Dinge oftmals viel optimistischer angeht, als wir Erwachsene das tun. Und das ist meiner Meinung nach auch der richtige Weg. Die Kreativität und der Ehrgeiz vieler Jugendlicher sollte uns allen gleichermaßen Ansporn sein, ebenfalls so positiv mit der Zukunft umzugehen.
 

Frage 18:

Wären Sie bereit, einen Handlungskatalog „Jugendliche und junge Erwachsene aufzustellen und was wären die drei wichtigsten Punkte darin?
 
Für Jugendliche und junge Erwachsene Prioritäten zu setzen, macht auf jeden Fall Sinn. Schließlich stellt diese Personengruppe unser aller Zukunft dar. Unter dem Motto „Eine Stadt für uns alle“ sollten Kinder und Jugendliche deshalb in kommunalpolitische Prozesse einbezogen, sollte ihre Bereitschaft zu zivilgesellschaftlichem Engagement gefördert werden, denn Wertemuster werden in jungen Jahren erworben. Ihnen gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, ist ein erfolgversprechender Weg. Sie sollen morgen engagierte, demokratiefähige und dem Gemeinwohl verpflichtete Bürger sein.
 
Es ist allerdings schwierig, die wichtigsten Maßnahmen in drei konkreten Punkten zusammen zu fassen. Beispielhaft nennen kann ich aber den weiteren Ausbau von Freizeiteinrichtungen, und zwar in Zusammenarbeit mit den vielen Vereinen und Verbänden vor Ort. Wichtig ist als Schulträgerin auch, die wirklich guten Lernbedingungen an den Schulen in Bedburg weiterhin aufrecht zu erhalten. Hinzu kommen sollte das Ziel, den jungen Menschen beim Start in einen Beruf Hilfestellungen zu leisten.
 

Frage 19:

Was verbinden Sie mit dem Stichwort „Interkommunale Zusammenarbeit“? Sehen Sie hier einen Weg in die Zukunft.
  
Zahlreiche Kommunen – so auch die Stadt Bedburg – praktizieren bereits seit Jahren in den verschiedensten Aufgabenbereichen eine entsprechende Zusammenarbeit. Zu nennen ist hier unter anderem die städtische Beteiligung an einer Förderschule, an der Musikschule sowie der Volkshochschule. Auch im Rettungs- und Feuerwehrdienst gibt es Kooperationen.
 
Der Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit kann nicht nur deshalb ein Weg in die Zukunft darstellen. Denn schließlich bietet das Beschreiten neuer Wege große Chancen, um bei der Erledigung der immer umfangreicher und schwieriger werdenden kommunalen Aufgaben Ressourcen zu bündeln, Verfahren besser aufeinander abzustimmen und insbesondere damit auch Kosten zu sparen.
 

Frage 20:

Was spricht gerade für Sie als Bürgermeister?
  
Für mich spricht, dass ich als erfahrener Behördenleiter und Wirtschaftsmanager die besten Voraussetzungen mitbringe. Infolge meiner nachhaltigen Arbeit seit der Wahl 2004, ist Bedburg heute eine attraktive Wohn-, Bildungs- und Kulturstadt sowie ein aufstrebender Wirtschaftsstandort - der Arbeitsplätze und Einnahmen bringt - geworden. Das will ich für die Menschen vor Ort – und auf diese kommt es an – fortführen.